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Anklage wegen versuchtem Raubüberfall auf Gaststätte

Datum: 09.08.2013

Kurzbeschreibung: 

Anklage wegen versuchtem Raubüberfall auf Gaststätte


Ulm. Ehingen

Die Staatsanwaltschaft Ulm hat gegen einen 35jährigen Mann Anklage wegen versuchter schwerer räuberischer Erpressung zur Strafkammer des Landgerichts Ulm erhoben.

Nach dem Anklagevorwurf soll der Angeschuldigte im Mai versucht haben, eine Ehinger Gaststätte zu überfallen. Er soll die Gaststätte bereits mit einer schwarzen Wollmütze maskiert betreten haben. Dort soll er der Bedienung von hinten ein Küchenmesser mit einer Klingenlänge von ca. 20 cm an den Hals gehoben, sie mit der Hand vor seinem Körper fixiert und Geld gefordert haben. Sein Vorhaben scheiterte, als ein weiterer Angestellter der Gaststätte den Angeschuldigten packte, das Messer sicherte und ihn zu Boden brachte. Anschließend konnte ihm auch das Messer abgenommen werden.

Der Angeschuldigte befindet sich seit der Tat in Untersuchungshaft. Er ist weitestgehend geständig. Untersuchungen einer kurz nach der Tat entnommen Blutprobe zeigten ein positives Ergebnis auf Amphetamin, Cannabinoide, Kokain und Methadon. Nach seinen Angaben hat der Angeschuldigte seit Jahren eine Drogensuchterkrankung und befindet sich in Substitution. Nach dem Ergebnis der Ermittlungen bestehen jedoch keine Anhaltspunkte für eine Schuldunfähigkeit oder eingeschränkte Schuldfähigkeit des Angeschuldigten zum Tatzeitpunkt aufgrund der Suchterkrankung.

Die Staatsanwaltschaft Ulm geht davon aus, dass der Tat akute Geldnot zugrunde lag. Der Angeschuldigte war erst wenige Tage zuvor arbeitslos geworden und hatte kein Einkommen. Er gab auch an, bereits für die letzten zwei Monate seiner Beschäftigung keinen Lohn erhalten zu haben.

Der Angeschuldigte ist vorbestraft, jedoch bislang nicht wegen Gewaltdelikten.

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