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Anklage gegen mutmaßlichen Anlagebetrüger in Millionenhöhe

Datum: 23.08.2017

Kurzbeschreibung: 

Anklage gegen mutmaßlichen Anlagebetrüger in Millionenhöhe

Ulm. Alb-Donau-Kreis

Gegen einen jetzt 52 Jahre alten gelernten Bankkaufmann hat die Staatsanwaltschaft Ulm Anklage zur Großen Strafkammer des Landgerichts Ulm u.a. wegen gewerbsmäßigen und somit schweren Betrugs in 52 Fällen erhoben. Der Angeschuldigte war als selbständiger Vermögens- bzw. Anlageberater tätig und übte diese Tätigkeit von seiner damaligen Wohnung in einer Gemeinde des Alb-Donau-Kreises aus.

Seit 2007 soll er langjährigen Kunden bewusst wahrheitswidrig angeboten haben, ihre Gelder gewinnbringend in risikoarmen Anlagemodellen anzulegen, wohingegen er diese Gelder dazu verwendete, hochspekulative und keineswegs sichere Anlagegeschäfte durchzuführen. Bei diesen erzielte er auch nahezu ausschließlich Verluste, so dass er weitere ihm zur Kapitalanlage überlassene Gelder zur Bestreitung des eigenen Lebensunterhalts und für Zins- und Kapitalrückzahlungen an Kunden einsetzte. In unverjährter Zeit jedenfalls seit 2011 bis Ende 2015 soll der Bankkaufmann bei 15 Geschädigten und in insgesamt 52 Fällen Geldbeträge über 1,8 Millionen Euro betrügerisch vereinnahmt haben. Abgesehen von Rückzahlungen in Höhe von etwa 300.000 € blieben die Anleger auf ihrem Schaden sitzen.

 

Der Angeschuldigte räumt die Tatvorwürfe ein. Er befand sich zeitweise in Untersuchungshaft, wobei der Haftbefehl derzeit gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt ist.

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