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Anklage gegen mutmaßlichen Serienbetrüger

Datum: 02.06.2017

Kurzbeschreibung: 

Anklage gegen mutmaßlichen Serienbetrüger

Ulm.

Die Staatsanwaltschaft Ulm hat dieser Tage gegen einen 26 Jahre alten türkischen Mann aus Ulm Anklage zur Großen Strafkammer des Landgerichts Ulm erhoben. Ihm wird gewerbsmäßiger und somit schwerer Betrug in 50 Fällen, davon in einem Fall als Versuch, im Zusammenhang mit dem Ankauf von hochwertigen Handys über das Internet zur Last gelegt.

So habe er im Zeitraum von April 2016 bis Januar 2017 im Internet auf verschiedenen Verkaufsplattformen angebotene hochwertige Mobiltelefone und andere Elektronikartikel dem Schein nach erworben und mit den Verkäufern Termine zur persönlichen Abholung der Ware vereinbart. Bei diesen Treffen, die vor allem im Raum Ulm/Neu-Ulm stattfanden, habe der Angeschuldigte sodann bewusst wahrheitswidrig behauptet, dass er den Kaufpreis bereits überwiesen habe, um auf diese Weise in den Besitz der Ware zu gelangen. Überwiegend habe er gefälschte Screenshots von Online-Überweisungen den Verkäufern vorgelegt, um diese über den angeblichen Geldtransfer zu täuschen. Vereinzelt soll er sich auch gehackter PayPal-Konten unbeteiligter Dritter bedient haben, um eine Bestätigung des Eingangs des Kaufpreises durch PayPal zu erreichen. Insgesamt soll der Mann dadurch einen Schaden von über 40.000 € verursacht haben.

Der wegen einschlägiger Delikte schon aufgefallene Angeschuldigte befindet sich seit Ende Januar 2017 in Untersuchungshaft. Im Rahmen der formellen Beschuldigtenvernehmung macht er von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch.

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