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Lebensmittelvergiftung beim Jugendcamp im Rahmen des Internationalen Donaufestes: Anklage wegen fahrlässiger Körperverletzung in 51 Fällen erhoben

Datum: 06.10.2014

Kurzbeschreibung: 

Lebensmittelvergiftung beim Jugendcamp im Rahmen des Internationalen Donaufestes: Anklage wegen  fahrlässiger Körperverletzung in 51 Fällen erhoben

Ulm.

Die Staatsanwaltschaft Ulm hat dieser Tage gegen zwei leitende Mitarbeiter der Ulmer Jugendherberge Anklage zum Strafrichter beim Amtsgericht Ulm erhoben. Neben fahrlässiger Körperverletzung in 51 Fällen wirft die Anklagebehörde den beiden Angeschuldigten - einem Mann und einer Frau - auch fahrlässige Verstöße gegen das Lebensmittel- und Futtermittelgesetz vor.

Anfang Juli diesen Jahres gab es bei einer Vielzahl von Teilnehmern des internationalen Jugendcamps im Rahmen des Donaufestes eine lebensmittelbedingte Gruppenerkrankung. Wie bereits berichtet konnte in einer als Verdachtsprobe erhobenen Speise der Lebensmittelvergifter Clostridium perfringens hochkonzentriert (6,6 x 10 hoch 6 KbE/g) nachgewiesen werden. Clostridium perfringens verursacht typische Erkrankungssymptome wie Magenkrämpfe, Durchfall und Erbrechen.

Das fragliche Essen - Putengeschnetzeltes - sollen die beiden Angeschuldigten bereits drei Tage vor Essensausgabe aufgetaut, angebraten und im sogenannten „Cook and Chill“-Verfahren hergestellt, abgekühlt und anschließend in einem Kühlraum gelagert haben. Die Angeschuldigten verfügten aber nicht über entsprechende Einrichtungen für die erforderliche Schnellkühlung. Dadurch habe sich in vorhersehbarer und vermeidbarer Weise der Lebensmittelvergifter Clostridium perfringens in der enorm hohen Konzentration bilden können. Nach dem Verzehr dieser Speise litten 51 der Essensteilnehmer an Übelkeit, Magenkrämpfen, Durchfall und Erbrechen. 14 Personen mussten sogar in Ulmer Kliniken ärztlich versorgt werden.

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